Die Macht der Gefühle
Beobachten wir Kinder einmal bewusst: Auf Tränen folgt schnell ein Lachen, auf einen Wutausbruch plötzlich das Bedürfnis zu kuscheln. Wenn solche Emotionsgewitter zu Hause noch unbedenklich erscheinen, so können sie sich auf das Verhalten der Kinder äußerst negativ auswirken:
Kinder handeln impulsiv
Ein Kind, das beispielsweise seinen Vater auf der anderen Straßenseite sieht, hat den Impuls im selben Augenblick zu diesem laufen zu müssen, ohne an etwaige herannahende Fahrzeuge zu denken. Warten Sie deshalb nie auf der anderen Straßenseite, wenn Sie Ihr Kind vom Kindergarten oder der Schule abholen.
Kinder sind komplett in ihre Gefühlswelt versunken
Kinder neigen dazu, sich ihren Gefühlen völlig hinzugeben. Auf die Welt um sie herum wird dabei wenig Rücksicht genommen. Ein Kind kann solange in sein spannendes Spiel vertieft sein, dass es rund um sich nichts mehr wahrnimmt, auch nicht die Gefahren des Straßenverkehrs. Eltern sollten daher immer darauf achten, wo ihr Kind draußen spielt. Das sollte nie in der Nähe einer Straße sein.
Angst ist ein schlechter Lehrmeister
Zugegeben, der Straßenverkehr ist schon für manche Erwachsene zum Fürchten, erst recht für Kinder. Eltern sollten trotzdem die Risikofreude ihres Kindes nicht dämpfen, indem sie Unfälle drastisch schildern. Das ist keine Warnung. Kinder bekommen nur Angst und Angst macht unsicher. Emotionale Sicherheit ist Voraussetzung, um im Straßenverkehr gut zu Recht zu kommen.
Kein Stress
Stresssituationen führen bei Kindern oft zu unüberlegten, unberechenbaren Handlungen. Stress entsteht beispielsweise, wenn Kinder aus einer angenehmen Situation herausgerissen werden oder sich ungerecht behandelt fühlen. Vor allem negative seelische Belastungen wirken sich stark auf die Aufmerksamkeit von Kindern aus: Traurige, nervöse oder unglückliche Kinder haben keinen Kopf für eventuelle Gefahren. Grundsätzlich sollte also darauf geachtet werden, dass Kinder nicht „im Bösen“ oder mit Problemen belastet außer Haus gehen.
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